Unsere Beachvolleyballer:innen bei den EUC-Beach in Granada

Die European Universities Beach Sports Championships 2025 fanden dieses Jahr in Granada statt. Sören Schröder und Matthias Lübcke vertraten die Universität Rostock im Beachvolleyball. Die beiden hatten im Vorjahr bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Bayreuth den 3. Platz belegt und sich somit für die Europameisterschaften qualifiziert. Zusammen mit Romy Binde und Alexandra Braun als Coaching-Staff sollte dieses Jahr an die gute Vorjahres-Leistung, dem 4. Platz bei der EHM, angeknüpft werden. 

Die Reise in das sonnige Andalusien begann mit einer eher unspektakulären Fahrt. Am frühen Sonntagmorgen, gegen 3:00 Uhr, brachen wir mit dem Auto von Rostock nach Schwerin auf. Nach einem kurzen Stopp und Umstieg in den Zug ging es dann direkt weiter zum Flughafen Berlin-Brandenburg (BER). Von dort aus flogen wir nicht direkt nach Spanien, sondern machten einen kurzen Zwischenhalt in Frankfurt am Main. Dort hatten wir ein wenig Zeit, um was zu essen und so unsere Energiereserven für die weitere Reise aufzufüllen. Von Frankfurt aus ging es dann mit dem Flugzeug endlich nach Malaga, an die südliche Mittelmeerküste Spaniens. Dort angekommen, war sofort das mediterrane Klima mit praller Sonne und Temperaturen von 36°C zu spüren. Ein Shuttle der Eusa brachte uns schließlich nach Granada zu unserer Unterkunft, wo wir herzlich mit Abendessen empfangen wurden. Und so endete der erste Tag – müde und erschöpft von der langen Reise, aber glücklich endlich angekommen zu sein.

Der zweite Tag (Montag) gestaltete sich etwas entspannter. Nachdem wir gefrühstückt und unsere Koffer ausgepackt hatten, ging es mit einem Shuttle nach Albolote, um noch eine letzte Trainingseinheit vor der EM zu absolvieren. Danach standen noch einige organisatorische Dinge, wie das Technical Meeting mit Auslosung der Gruppen und die Opening Ceremony an. Die Jungs der Universität Rostock wurden mit den Jungs der Universität Klagenfurt (Österreich) und der Universität Warschau (Polen) in Gruppe C gelost.

Am dritten Tag (Dienstag) startete dann die EM mit den Spielen der Gruppenphase. Matze und Sören hatten ihr erstes Spiel um 16:00 Uhr gegen Tomasz und Mikolaj von der Universität Warschau. Bei glühender Hitze und strahlender Sonne lieferten sich die Teams aus Rostock und Polen ein spannendes Beachvolleyball-Duell – bei 38°C und absoluter Windstille ein echter Härtetest für beide Seiten. Im 1. Satz zeigte Polen eine starke Leistung und setzte sich mit 21:17 durch. Der 2. Satz gestaltete sich sehr spannend, doch am Ende bewies Rostock Nervenstärke und gewann den Satz mit 22:20. Im entscheidenden 3. Satz hatten die Jungs aus Rostock dann so stark mit der Hitze zu kämpfen, dass sich Polen mit 15:11 den ersten Sieg holte. 
Nach diesem herausfordernden Spiel in purer Hitze stand erstmal eine kalte Dusche an. Danach stand Erholung bis zum nächsten Spiel auf dem Plan. 
Um 20:00 Uhr mussten sich Matze und Sören nach einem kräftezehrenden Spiel in purer Hitze gegen die Spieler von der Universität Klagenfurt beweisen, die bereits um 10:00 Uhr ihr erstes Spiel bei noch angenehmen Temperaturen hatten. Somit waren die Österreicher wesentlich erholter und nutzten diesen Vorteil konsequent. Dennoch war der 1. Satz hart umkämpft. Am Ende setzten sich die Österreicher jedoch mit 22:20 durch und sicherten sich so den 1. Satz. Im 2. Satz ließ bei den Rostockern spürbar die Energie nach und so ging auch dieser Satz mit 21:17 an Österreich. Für die Jungs aus Rostock lief der erste Tag somit nicht so wie erhofft. Jeder Satz war sehr knapp und hätte unter anderen Bedingungen auch anders ausgehen können. 
Trotz der unglücklichen Niederlagen ließen sie den Kopf nicht hängen und bereiteten sich mental und körperlich auf die nächsten Spiele vor. Somit endete der dritte Tag ruhig.

Nachdem sich die Jungs am vierten Tag in der Unterkunft mit Frühstück gestärkt hatten, ging es direkt zum ersten Spiel. Das Spiel zwischen Rostock und Toulouse (Frankreich), welches um 11:00 Uhr begann, entwickelte sich zu einer spannenden und hart umkämpften Partie. Rostock startete stark ins Spiel und dominierte den ersten Satz mit 21:14. Mit starken Angriffen und einer sicheren Defensive ließ das Team aus Rostock den Gegner kaum ins Spiel kommen. Doch im zweiten Satz drehte sich das Bild. Die Franzosen fanden langsam ins Spiel und konnten letztendlich den zweiten Satz mit 21:19 für sich entscheiden. Der dritte und entscheidende Satz blieb lange ausgeglichen, doch gegen Ende setzte sich das Team aus Toulouse mit mehr Durchschlagskraft und Nervenstärke durch und gewann mit 15:11 und sicherte sich so den Gesamtsieg mit 2:1. Somit ging es für die beiden Rostocker in den Loserpool. Nun galt es die noch bestmögliche Platzierung zu erreichen. So mussten die Jungs am gleichen Tag noch gegen das Kroatische Team aus Pula spielen. Nach zwei deutlichen Sätzen zu 12 und zu 15 wurde nun auch der erste Sieg der EM eingefahren.

Ab dem fünften Tag, wurde nun der Zeitplan gelockert. Für die meisten Teams gab es nur noch ein Spiel pro Tag und die Siesta wurde von 16 Uhr auf 17 Uhr verschoben. Für Matze und Sören spielte dies jedoch keine Rolle. Ihr Spiel an dem Tag war um 9 Uhr morgens und sie trafen auf alte Bekannte. Die Universität aus Timisoara nahm nämlich sowohl in den Hallen-, als auch bei den Beachvolleyball Europameisterschaften im Vorjahr teil. So langsam zeigten sich bei beiden Teams jedoch Erschöpfungserscheinungen. In einem relativ unspektakulären Spiel setzten sich die Rostocker mit 2:0 durch. Die Sätze waren mit 15 und 11 auch eher deutlich. Nun hieß es für den restlichen Tag Erholung und Stadterkundung. 

Auch am sechsten Tag war nur ein Spiel geplant. Um 11 Uhr waren die Jungs gefragt, eines der beiden Finals im Loserpools zu gewinnen. Der Gegner war die University of Aveiro. Die Rostocker Jungs starteten mit einem Blitzstart ins Spiel. 6:1 war der Spielstand beim ersten Seitenwechsel. Diese Führung konnte im Laufe des ersten Satzes weiter ausgebaut werden, sodass dieser mit 21:13 für die Uni Rostock endete. Der zweite Satz verlief ein wenig enger. Dennoch setzten sich die Jungs ab Mitte des Satzes ab und sie gewannen 21:16. Somit teilten sie sich den 17. Platz mit der Vilnius Gediminas Technical University aus Litauen.

Der siebte Tag war nur für die Finalspiele, sowie die Ending-Ceremony eingeplant. Da alle deutschen Teams schon ausgeschieden sind, wurde dieser Tag vor allen zum Sightseeing genutzt. Das Hauptziel für alle war ganz klar die Stadtburg Alhambra. Dieses Weltkulturerbe befindet sich am Rand von Granada auf dem Sabikah-Hügel. Das Gebiet Alhamras ist in mehrere Gebäudeteile eingeteilt, wie dem Verteidigunsbezirk Alcazaba, den Nasridenpalästen, dem Palast Karls V. mit der dazugehörigen Palaststadt und dem Sommerpalast Generalife, welcher von Gärten geprägt ist. Am Abend des letzten Tages wurde als Ending-Ceremony ein kleines Meetup inmitten der Unterkunft veranstaltet. Es wurden Freigetränke verteilt, wie Cola, Bier und natürlich Sangria. Außerdem verteilten Kellner lokale Spezialitäten. So wurden Snacks wie, Waffelhörnchen mit Wurst und Schokostreuseln oder aufgespießter Oktopus mit Käse serviert.

Abschließend betrachtet ist dennoch ein wenig Enttäuschung zu spüren. Nach der sehr guten Leistung im Vorjahr mit dem 4. Platz, ist der 17. Platz dann doch sehr bitter. Mit ein wenig mehr Losglück oder besserem Geschick in den entscheidenden Momenten wären definitiv auch bessere Platzierungen möglich gewesen.


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